Altenburger Land
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Seminarfacharbeit über die Arbeit des WEISSEN RINGS

18.02.2017

Hanna Meinhardt, Lena Tietzel und Cedric Oehler freuen sich gemeinsam mit der Außenstellenleiterin des WR Altenburger Land, Elke Hörügel, über die gelungene Seminarfacharbeit

Seit dem Jahrgang 2001 ist es für alle Schüler der Gymnasien in Thüringen Pflicht, eine Seminarfacharbeit zu schreiben. Grund für die Einführung der Seminarfacharbeit war, dass in Thüringen nach nur 12 Schuljahren abgelegte Abitur durch eine umfangreiche außerschulische Arbeit zu ergänzen und somit dem 13-jährigen Abitur der meisten anderen Bundesländer gleichwertig zu machen. Die Seminarfacharbeit soll die Schüler an wissenschaftliches Arbeiten heranführen und geht in die Abiturnote ein.

Auch die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Roman-Herzog-Gymnasiums in Schmölln  mussten 2015 ein Thema für ihre Seminarfacharbeit wählen. Lena Tietzel, Hanna Meinhardt und Cedric Oehler entschieden sich dafür, über die Arbeit des WEISSEN RING im Altenburger Land zu referieren. Die Entscheidung fiel zunächst nicht schwer, da Lena Tietzel sozial sehr engagiert ist und auch gern ein Studium in dieser Richtung aufnehmen möchte, Hanna Meinhardt, als Nichte unserer Außenstellenleiterin, Elke Hörügel, mit der Arbeit des WR konfrontiert ist und schon immer großes Interesse dafür zeigte. Cedric Oehler schloss sich den Mädchen gerne an, da auch er sich für soziale Probleme interessiert. Als Thema wählten sie:

Der WEISSE RING im Altenburger Land. Opferhilfe und Kriminalitätsvorbeugung im Zeitraum von 2010 bis 2016.

 Das Thema, an das sie mit sehr viel Elan herangegangen waren, erwies sich bei näherer Betrachtung als sehr schwierig und aufwändig. Sie recherchierten sehr gründlich, führten mit Elke Hörügel mehrere Interviews. Zwei Opfer aus dem Altenburger Land erklärten sich für ein Interview bereit. Ebenso  konnten sie einer Anwältin, die gleichzeitig Mitarbeiterin des WR ist, fachbezogene Fragen stellen. Sie interessierten sich für die Aktionen des WR und nahmen auch an einer Besprechung unserer Außenstelle teil. Entstanden ist eine fundierte Arbeit. Folgende Thesen wurden aufgestellt:

  • Opfer erhalten von der Gesellschaft zu wenig Aufmerksamkeit.
  • Es gibt viele Möglichkeiten, sich als Betroffene Hilfe zu suchen.
  • Das Gerichtsurteil hat keinen Einfluss auf die Psyche des Opfers.
  • Ab dem Erstkontakt begleitet der WEISSE RING die Betroffenen über einen langen Zeitraum.
  •  Schmerzhafte Gefühle oder Erinnerungen an negative Erlebnisse lassen mit wachsendem zeitlichem Abstand nach.
  • Der WEISSE RING macht zu wenig Werbung, deshalb wissen viele Personen unter 18 Jahren nicht über dessen Hilfsangebot Bescheid.

Das Kolloquium für die Seminarfacharbeit fand am 15.2.2017 statt. Die drei Schüler präsentierten ihre Arbeit äußerst kompetent und umfassend, und konnten auch mit ihren Antworten auf Fragen der Prüfungskommission, diese vollends überzeugen. Man kann sagen, sie waren mit Herzblut dabei!

Für ihre Arbeit wurden alle drei mit jeweils 2x 15 Punkten und 1x 14 Punkten bewertet, d.h. Note 1

Wir gratulieren herzlich!